Eine Notfallmappe bündelt auf Papier, was dein Haushalt im Ernstfall braucht: wer bei euch wohnt und wer Hilfe benötigt, wen ihr anruft, wo ihr euch trefft, wo Wasser, Gas und Strom abzustellen sind und welche Papiere ihr mitnehmt. Das BBK rät, alle wichtigen Dokumente in einer Dokumentenmappe zusammenzustellen und an einem Ort griffbereit aufzubewahren. Wir haben diesen Rat zu einer Mappe zum Ausfüllen ausgebaut. Eine fertige Mappe mit Ausfüllfeldern haben wir beim BBK nicht gefunden.

Drucke die ganze Seite oder lade die PDF-Datei herunter und lege die Blätter in einen Ordner. Papier arbeitet auch dann, wenn der Strom und das Handynetz ausfallen. Die Inhalte stammen vom BBK, für Österreich und die Schweiz von den dortigen Behörden. Wo wir etwas ergänzen, steht es dabei. Alle Angaben haben wir am 25. Oktober 2026 an den Originalseiten gelesen.

Was das BBK empfiehlt und was wir ergänzen

Das BBK nennt eine Richtschnur: Alle Haushalte sollten sich möglichst 10 Tage selbst versorgen können. Schon ein Vorrat für zumindest 3 Tage hilft laut BBK sehr, und darauf lässt sich schrittweise aufbauen. Jede Vorbereitung ist wertvoll, schreibt die Behörde. Sie betont aber auch, ihre Empfehlungen seien keine verbindliche Vorgabe, denn Notfallvorsorge sei eine sehr individuelle Angelegenheit. Streich in der Mappe also, was nicht zu euch passt, und ergänze, was fehlt.

Die Mappe folgt den Themen, die das BBK in seinem Ratgeber und auf seinen Vorsorgeseiten behandelt. Sie reichen von Hilfebedarf und Hausapotheke über Rufnummern und Dokumente bis zu Vorrat und Wasser. Dazu kommen Stromausfall und Haustiere. Die Treffpunkte, die Tabelle zu den Absperrungen und die Kontrollspalten sind unsere Ergänzung. Ob ein Absatz vom BBK oder von uns stammt, sagen wir jeweils dazu.

So benutzt du die Mappe

Füll die Mappe mit allen aus, die im Haushalt wohnen, auch mit den Kindern. Dann weiß jeder, wo was liegt, und niemand steht im Ernstfall vor einer Mappe, die er noch nie gesehen hat. Das ist unser Rat, nicht der des BBK.

Stell die Mappe an einen Platz, den alle kennen. Das BBK sagt es ähnlich: Alle Familienmitglieder sollten über den Standort der Mappe Bescheid wissen. Was sich oft ändert, etwa Telefonnummern oder Medikamente, schreibst du mit Bleistift.

Prüfe die Mappe regelmäßig. Für den Vorrat schlägt das BBK vor, zum Beispiel einmal im Jahr zu einem bestimmten Datum die Haltbarkeit zu kontrollieren. Auch das Schweizer Alertswiss rät, den Notfallplan einmal pro Jahr zu aktualisieren. Lege dafür einen festen Tag fest und trage ihn unten ein.

Das BBK empfiehlt außerdem, Kopien wichtiger Dokumente digital zu sichern oder an anderer Stelle zu hinterlegen. Als Orte nennt es Verwandte und Freunde. Auch bei einem Notar oder in einem Bankschließfach lassen sich Kopien hinterlegen. Gib dort auch eine Kopie des ausgefüllten Plans ab. Das ist unsere Ergänzung. So steht der Plan auch dann noch irgendwo, wenn die Wohnung unzugänglich ist.

Passwortlisten nimmt das BBK unter die wichtigen persönlichen Informationen auf. Wir würden sie trotzdem nicht in die Mappe legen, von der du Kopien weitergibst. Heb sie getrennt auf.

Angaben zur MappeEintragen
Name des Haushalts
Adresse
Die Mappe liegt
Eine Kopie liegt bei
Zuletzt kontrolliert am
Nächste Kontrolle am

Wer wohnt hier, und wer braucht Hilfe?

Schreib pro Person eine Zeile, auch für Menschen, die nur einen Teil der Woche bei euch wohnen. Das BBK nennt für den Notfallausweis, was darauf stehen kann: Krankheiten und Allergien sowie Hilfsmittel und Notfallkontakte. Die Spalten folgen dieser Liste.

NameGeburtsdatumAllergienBlutgruppe (freiwillig)Hausarzt und Telefon

Notfallausweise gibt es nach Angaben des BBK von Hausärzten und Krankenkassen sowie von Rettungsdiensten und Sozialverbänden. Viele Smartphones lassen sich so einstellen, dass ein digitaler Notfallausweis auch bei gesperrtem Bildschirm aufgeht. Auf einem Notfallausweis kannst du zum Beispiel zeigen, welche Art der Verständigung du nutzt. Auch Stift und Papier können helfen, sich schriftlich mit Einsatzkräften zu verständigen.

Das BBK schreibt auch, dass Vorbereitung für Menschen mit Beeinträchtigungen oft sehr individuell ist. Es empfiehlt, mit der Nachbarschaft sowie mit Familie und Freunden zu besprechen, wie sie in einer Notlage helfen können. Trag hier ein, wer welche Hilfe braucht und wer sie leistet.

Wer braucht HilfeWelche HilfeWer hilft (Name und Telefon)

Das BBK zählt für den Notfall unter anderem diese Dinge auf: Hilfsmittel wie Brille oder Hörgerät, Ersatz-Batterien, -Akkus und -Ladegeräte für technische Hilfsmittel, Mobilitätshilfen, einen Medikamentenplan sowie Futter und Wasser für ein Assistenztier. Für deine Mappe heißt das: Schreib auf, was ersetzt werden muss und wo der Ersatz liegt.

PersonHilfsmittelErsatz (Batterie, Akku, Ladegerät)Hier liegt es

Im Ernstfall hilft, wer Erste-Hilfe-Kenntnisse, Werkzeug, einen Keller oder eine große Garage hat. Notier dir, wer das in deiner Nähe ist. Das ist unsere Ergänzung.

Name und TelefonWas die Person kann oder hatAdresse

Medikamente und Hausapotheke

Das BBK warnt, dass in einer Krise der Rettungsdienst, Krankenhäuser und Apotheken vorübergehend nicht verfügbar sein können. Deshalb sei es sinnvoll, wichtige Medikamente zu Hause zu haben. Wer regelmäßig Medikamente braucht, sollte nach Angaben des BBK einen Vorrat für mindestens 10 Tage im Haus haben. Schreib in die erste Tabelle, wie lange dein Vorrat reicht, am besten mit dem Datum, an dem er endet.

PersonMedikamentDosis und ZeitenApothekeVorrat reicht bis
PersonMedizinisches Gerät, Diät oder anderer BedarfAnbieter und TelefonPlan bei Stromausfall

Für die Hausapotheke gilt laut BBK: Stell sie nach deinem persönlichen Bedarf zusammen. Lagere sie in einem abschließbaren Schrank oder Fach, in einem wenig beheizten und trockenen Raum. Das Badezimmer ist ausdrücklich der falsche Platz. Prüfe sie hin und wieder, denn abgelaufene Medikamente können ihre Wirkung verlieren und sogar gefährlich werden.

Gegenstand (Liste des BBK)VorhandenLäuft ab am
Persönliche Medikamente[ ]
Schmerzmittel[ ]
Fiebersenkende Mittel[ ]
Fieberthermometer[ ]
Mittel gegen Erkältungsbeschwerden[ ]
Mittel gegen Durchfall, Erbrechen und Übelkeit[ ]
Elektrolyte gegen Flüssigkeitsverlust[ ]
Abschwellende Nasentropfen oder Nasenspray[ ]
Wunddesinfektionsmittel[ ]
Hautdesinfektionsmittel[ ]
Brand-, Wund- und Heilsalbe[ ]
Pflaster und Verbandsmaterial[ ]
Verbandtuch für Brandwunden[ ]
Einmalhandschuhe[ ]
Kühlkompresse[ ]
Gel für kleinere Sportverletzungen[ ]
Mittel gegen Sonnenbrand und Insektenstiche[ ]
Pinzette[ ]
Schere[ ]

Notrufnummern und Kontakte

Bei Lebensgefahr rufst du zuerst die 112. Dieses Blatt gilt für die Anrufe danach. Das BBK rät zu einer ausgedruckten oder handschriftlichen Liste mit wichtigen Nummern, weil du sonst nicht an deine gespeicherten Kontakte kommst, wenn das Handy ausfällt.

Diese Nummern stehen im Ratgeber des BBK. Die übrigen Zeilen lässt das BBK frei, wir ebenfalls.

WerNummer
Feuerwehr, Rettungsdienst112
Polizei110
Behördenrufnummer115
Ärztlicher Bereitschaftsdienst116117
Krankentransport
Giftnotrufzentrale
Apothekenbereitschaft
Stadtwerke
Stadtverwaltung

Funktionieren die Notrufnummern 110 und 112 nicht mehr, rät das BBK, bei einem Notfall zur nächsten Polizeiwache oder ins Krankenhaus zu gehen, wenn das möglich ist. Wer in einer Krise erreichbar bleiben will, hält das Handy laut BBK zum Beispiel auch nachts empfangsbereit.

Dazu kommen die Menschen, die ihr selbst anruft. Wir würden mindestens einen Kontakt wählen, der nicht in eurer Nähe wohnt. Alertswiss stellt dazu die Frage: Wie kontaktiere ich meine Angehörigen? Wer Nummern nicht auswendig kennt, schreibt sie hier auf. Der Österreichische Zivilschutzverband rät, Familienmitglieder persönlich oder, falls möglich, per SMS zu informieren.

WerNameTelefonAdresse oder Kundennummer
Kontakt in der Nähe
Nachbarin oder Nachbar
Nachbarin oder Nachbar
Kontakt außerhalb der Region
Arbeit (Erwachsene)
Schule oder Kita
Hausärztin oder Hausarzt
Apotheke
Tierärztin oder Tierarzt
Strom (Netzbetreiber)
Gas (Netzbetreiber)
Wasser (Versorger)
Hausverwaltung oder Vermieter
Versicherungen
Krankenkasse
Sonstige

Treffpunkt und Verabredungen

Alertswiss fasst die Planung in drei Fragen: Wie kontaktiere ich meine Angehörigen? Wo gehe ich hin? Was nehme ich mit? Für die zweite Frage braucht ihr feste Orte. Das österreichische Innenministerium rät zu Absprachen in der Familie, etwa dazu, wo man sich trifft, wenn die Telefone nicht funktionieren, und wer wen abholt.

Das BBK rät außerdem, die Anlaufstellen vor Ort zu kennen, also die Orte, an denen du dich im Notfall informieren kannst, zum Beispiel Rathäuser oder Notfalltreffpunkte; frag bei deiner Gemeinde nach, ob es sie gibt, und trag sie hier ein.

OrtName und AdresseSo kommen wir hin
Treffpunkt nahe der Wohnung (bei Brand)
Treffpunkt im Viertel
Anlaufstelle der Gemeinde (Rathaus, Notfalltreffpunkt)
Notunterkunft bei Verwandten oder Bekannten
Wenn das Handynetz ausfälltEintragen
Wer meldet sich zuerst bei dem Kontakt außerhalb
Unsere Kurznachricht
Wenn keine Nachricht durchgeht, treffen wir uns um
Hier liegen Powerbank und Ladegeräte
Wer holt die Kinder ab
Wer kümmert sich um die Tiere

Zum Weg gehört eine Karte. Das BBK weist darauf hin, dass sich viele Online-Karten herunterladen und offline nutzen lassen. Mach das, solange du Netz hast.

Wie ihr Informationen bekommt

Das BBK nennt als Warnweg die Warn-App NINA. Es empfiehlt, sie zu installieren. Fallen Strom oder Mobilfunknetz aus, funktionieren viele Warnkanäle nach seinen Angaben nicht. Radiosender senden aber weiter. Bei einem Stromausfall laufen Auto- und Kurbelradios, dazu Radios mit Batterien. Was NINA und Cell Broadcast leisten und wie du beides prüfst, steht im Ratgeber zur Warn-App NINA und zu Cell Broadcast.

Für die Sirenen nennt das BBK zwei Signale. Die Warnung besteht aus 1 Minute Heulton, der an- und abschwillt. Sie bedeutet Gefahr. Die Entwarnung ist 1 Minute Dauerton und bedeutet, die Gefahr ist vorbei.

InformationswegWo oder wieErledigt
Warn-App NINA auf jedem Handy[ ]
Cell Broadcast am Handy geprüft[ ]
Radio mit Batterie, Solarzelle oder KurbelEs liegt:[ ]
Ersatzbatterien für das RadioSie liegen:[ ]
Sender für Durchsagen in unserer Region[ ]
Offline-Karte heruntergeladen[ ]
Webseite oder Aushang der Gemeinde[ ]

Haus und Wohnung: Absperrungen und Fluchtweg

Das BBK rät, sich über Fluchtwege zu informieren: zu Hause und am Arbeitsplatz, auch in fremden Umgebungen. Zeichne den Grundriss deiner Wohnung auf ein Blatt und markiere, wie du ohne den Hauptausgang nach draußen kommst.

AbsperrungHier sitzt sieWerkzeugVersorger und Telefon
Wasser (Hauptabsperrhahn)
Gas (Hauptabsperreinrichtung)
Strom (Sicherungskasten, Hauptschalter)
Heizung (Notschalter)

Wer zur Miete wohnt, fragt bei der Hausverwaltung, wo die Absperrungen liegen. Dieser Absatz ist unser Rat, das BBK nennt die Absperrungen nicht. Zeige allen im Haushalt, die alt genug sind, wo die Absperrungen sitzen. Zur Probe drehst du sie nicht zu. Frag stattdessen deinen Versorger, wie bei deinem Zähler vorzugehen ist.

Beim Thema Gas gehen wir nur so weit, wie öffentliche Stellen schreiben. Der Kanton Solothurn in der Schweiz erklärt, Gasgeruch könne auf eine große Gefahr hindeuten und dürfe nie ignoriert werden. Er rät, sofort Fenster und Türen zu öffnen und alle bekannten Absperrvorrichtungen an Gasgeräten und Gaszählern sowie die Hauptabsperrvorrichtung im Keller zu schließen. Die Stadtwerke Schweinfurt empfehlen ebenfalls, die Absperreinrichtung am Gaszähler oder im Keller zu schließen. Sie warnen vor elektrischen Schaltern und Klingeln sowie vor Rauchen. Der Kanton Solothurn rät, im Haus weder Telefon noch Handy zu benutzen und von außerhalb des Hauses die Feuerwehr unter der Schweizer Nummer 118 oder den Notdienst des Gasversorgers anzurufen. In Deutschland ist die Feuerwehr unter 112 erreichbar, wie das BBK für den Brandfall schreibt.

Zum Brandschutz sagt das BBK: Rauchwarnmelder sind grundsätzlich in allen Räumen außer Bad und Küche wichtig. Im Brandfall rufst du die Feuerwehr unter 112, und es gilt immer, dass du dich selbst nicht in Gefahr bringst.

BrandschutzVorhandenGeprüft am
Rauchmelder[ ]
Feuerlöscher oder Feuerlöschspray[ ]
Kohlenmonoxid-Melder[ ]

Papiere und Geld

Das BBK schreibt, wichtige Dokumente wiederzubeschaffen könne schwierig, in manchen Fällen sogar unmöglich sein. Es empfiehlt, alle wichtigen Dokumente in einer Dokumentenmappe zusammenzustellen und an einem Ort griffbereit aufzubewahren. Außerdem rät es zu einem feuerfesten oder wasserdichten Behälter und zu einer digitalen Kopie aller Dokumente. Was in die Mappe gehört, hängt von deinem Leben ab. Die Behörde sagt selbst, eine Dokumentenmappe sei etwas sehr Individuelles.

Die Tabelle folgt den Beispielen des BBK und seiner Einteilung. Einige Dokumente gehören im Original in die Mappe. Bei anderen darf es auch eine beglaubigte Kopie sein. Der Rest genügt als einfache Kopie. Trag ein, wo die Dokumente liegen, und hake sie ab, wenn du sie hast. Ob ein Dokument im Original oder als beglaubigte Kopie vorliegen muss, erfährst du bei der Stelle, die es ausgestellt hat.

DokumentForm (nach BBK)VorhandenAblageort
Familienurkunden (Geburts-, Heirats-, Sterbeurkunden) oder StammbuchOriginal[ ]
Sparbücher, Kontoverträge, Aktien, WertpapiereOriginal oder beglaubigte Kopie[ ]
VersicherungspolicenOriginal oder beglaubigte Kopie[ ]
Renten-, Pensions- und Einkommensbescheinigungen, SteuerbescheideOriginal oder beglaubigte Kopie[ ]
Zeugnisse und Nachweise über ZusatzqualifikationenOriginal oder beglaubigte Kopie[ ]
Verträge, auch Miet- und LeasingverträgeOriginal oder beglaubigte Kopie[ ]
Testament, Patientenverfügung, VollmachtOriginal oder beglaubigte Kopie[ ]
Personalausweis, Reisepasseinfache Kopie[ ]
Führerschein und Fahrzeugpapiereeinfache Kopie[ ]
Impfpasseinfache Kopie[ ]
Grundbuchauszügeeinfache Kopie[ ]
Bescheide für empfangene Leistungen, Bescheide der Agentur für Arbeiteinfache Kopie[ ]
Zahlungsbelege für Versicherungsbeiträgeeinfache Kopie[ ]
Rechnungen, die offene Zahlungsansprüche belegeneinfache Kopie[ ]
Mitgliedsbücher von Vereinen und Verbändeneinfache Kopie[ ]
Medikamentenliste und wichtige Befunde (unsere Ergänzung)Kopie[ ]
Fotos oder Videos der Räume und Wertsachen (unsere Ergänzung)Kopie[ ]

Auf der Liste dessen, was du im Notfall mitnehmen sollst, stehen nach dem BBK auch Personalausweis und Reisepass sowie Bargeld und Geldkarten. Dazu kommen die Gesundheitskarte der Krankenversicherung, der Impfpass und die Schlüssel. Das Original geht also mit, die Kopie bleibt in der Mappe. Das ist unser Schluss aus beiden Listen. Mehr zum Rucksack steht im Ratgeber zur Packliste.

GeldEintragen
Bargeld liegt hier
Kleine Scheine und Münzen vorhanden[ ]
Karten und PIN getrennt aufbewahrt (unser Rat)[ ]

Kleine Scheine lassen sich leichter ausgeben, wenn ein Laden nicht wechseln kann. Das ist unser Gedanke, keine Vorgabe des BBK. Eine Betragsempfehlung für Deutschland haben wir beim BBK nicht gefunden. Österreich nennt eine, siehe unten.

Vorrat: Checkliste

Der Vorrat ist der größte Posten der Mappe. Das BBK nennt vier Fragen, nach denen du Essen auswählst: haltbar, fertig, kurze Kochzeit und für wen er gedacht ist. Essen, das nicht gekühlt werden muss, verdirbt bei einem Stromausfall nicht. Essen, das nicht gekocht werden muss, bleibt essbar, auch wenn der Herd ausfällt. Haben Kinder oder Haustiere Bedarf, muss der Vorrat auch sie abdecken. Zur Menge rät das BBK, sich am alltäglichen Verbrauch zu orientieren.

Die Tabellen übernehmen die Checkliste des BBK. Die Spalte zur Menge ist unsere Ergänzung. Wie viel du von welchem Lebensmittel brauchst, berechnet der Notvorrat-Rechner.

Essen und Trinken

GegenstandZielHaben wirMenge und Ablaufdatum
Trinkwasser[ ] 3 Tage [ ] 10 Tage[ ]
Haltbare Lebensmittel für alle Personen[ ] 3 Tage [ ] 10 Tage[ ]
Alternative Kochgelegenheit (Camping-Kocher oder Gasgrill)[ ]
Brennstoff für die Kochgelegenheit (zum Beispiel Gas)[ ]
Futtervorrat für Haustiere[ ]

Information und Kommunikation

GegenstandHaben wirHier liegt es
Radio mit Solarzelle, Batterie oder Kurbel, samt Batterien[ ]
Warn-App NINA installiert[ ]
Aufgeladene Powerbank[ ]
Liste wichtiger Telefonnummern auf Papier[ ]

Licht und Wärme

GegenstandHaben wirHier liegt es
Taschenlampe und Ersatzbatterien[ ]
Kerzen und Feuerzeug[ ]
Warme Kleidung und Decken[ ]
Schlafsäcke[ ]
Netzunabhängige Heizgelegenheit (Gasheizer, Petroleumofen, Ethanolkamin)[ ]
Brennstoff für die Heizgelegenheit[ ]

Hygiene

GegenstandHaben wirHier liegt es
Zahnpasta und Zahnbürsten[ ]
Seife[ ]
Persönliche Hygieneartikel (etwa Monatshygiene, Windeln)[ ]
Müllbeutel, auch große und stabile zum Einhängen in die Toilette[ ]
Toilettenpapier[ ]
Desinfektionsmittel[ ]
Waschmittel[ ]
Feuchttücher[ ]
Haushaltspapier[ ]
Haushaltshandschuhe[ ]
Campingtoilette[ ]

Sonstiges

GegenstandHaben wirHier liegt es
Wasserbehälter für Löschwasser oder Brauchwasser[ ]
Atemschutzmaske[ ]
Schutzhelm[ ]
Bargeld (zusätzlich zum Notgepäck)[ ]
Notgepäck: ein Rucksack je Person[ ]

Für das Notgepäck nennt das BBK eine Grundregel: Pro Familienmitglied nicht mehr einpacken, als in einen Rucksack passt.

Wasser: wie viel und wie lange

Das BBK nennt als Richtwert idealerweise 2 Liter pro Person und Tag. Davon sind 0,5 Liter als Wasser zum Kochen gedacht. Ein Wasservorrat ist laut BBK wichtig, wenn kein Wasser mehr aus der Leitung kommt oder das Leitungswasser verschmutzt ist. Trinkwasser sei sehr wichtig, wichtiger als Essen. Das BBK erinnert auch an die Haustiere.

Rechne den Bedarf für euren Haushalt aus: Personen mal Tage mal 2 Liter. Für Tiere kommt ihr Bedarf dazu, den du beim Tierarzt erfragst.

RechnungEintragen
Personen im Haushalt
Tage, die der Vorrat reichen soll
Liter insgesamt (Personen mal Tage mal 2)
Zusatz für Haustiere
Gelagert in (Kanister, Flaschen)
Standort
Nächster Austausch am

Wasser braucht Strom, wenn es aus dem Hahn kommen soll. Wasserwerke benötigen laut BBK Strom und digitale Systeme. Ohne sie fällt die Wasserversorgung aus. Wie du Wasser lagerst und was bei Kanistern zu beachten ist, steht im Ratgeber zum Wasservorrat.

Die ersten Stunden ohne Strom

Zum Kochen und Heizen gibt das BBK klare Hinweise. Bei einem Stromausfall funktioniert der Elektroherd nicht mehr, ein Gasherd lässt sich oft weiter nutzen. Beim Kochen und Heizen warnt das BBK vor Kohlenmonoxid. Nutze innen nur Geräte, die für Innenräume zugelassen sind. Eine Kohlenmonoxidvergiftung ist lebensgefährlich, deshalb rät das BBK zu geprüften und zugelassenen Kohlenmonoxid-Meldern. Wärme halten gelingt eine Zeit lang mit warmer Kleidung und mit Decken oder Schlafsäcken.

Das österreichische Innenministerium rät, eine Tiefkühltruhe nicht überwiegend als Vorrat zu nutzen, weil verderbliche Lebensmittel nach einigen Stunden nicht mehr gekühlt werden. Wie lange Lebensmittel im Kühlschrank halten, zeigt der Kühlschrank-Rechner. Der Österreichische Zivilschutzverband empfiehlt außerdem, eine Lampe eingeschaltet zu lassen, damit du merkst, wann der Strom zurück ist, und im Haus den Aufzug auf festsitzende Personen zu prüfen.

Trag ein, wer im Haushalt was übernimmt. Den längeren Ablauf eines Ausfalls beschreibt der Ratgeber zum Stromausfall.

AufgabeWerHier liegt das Material
Radio einschalten und Durchsagen verfolgen
Familie informieren
Lampen, Kerzen und Taschenlampen verteilen
Nach Nachbarn schauen, die Hilfe brauchen
Handy schonen, Powerbank bereithalten
Aufzug im Haus prüfen
Kochen im Freien oder mit zugelassenem Gerät

Haustiere

Das BBK fragt im Ratgeber, ob du Vorräte für Kinder und Haustiere hast, die du in einem Notfall auch versorgen musst. Bei Assistenztieren nennt es ausdrücklich ausreichend Tiernahrung und Wasser. Füll pro Tier eine Zeile aus.

TierFutter, reicht bisMedikamenteTierarzt und TelefonBesonderheiten

Österreich und Schweiz

Du kannst die Mappe in allen drei Ländern nutzen. Verschieden sind die Nummern und die Empfehlungen zur Vorratsmenge.

NotrufDeutschlandÖsterreichSchweiz
Feuerwehr112122118
Polizei110133117
Rettung112144144
Euro-Notruf112112112

Die Zahlen für Deutschland stammen aus dem Ratgeber des BBK, die für Österreich von oesterreich.gv.at, die für die Schweiz von Alertswiss und ch.ch. Die Schweizer Seite nennt die 112 als wichtigste Notfallnummer in der Schweiz und in Europa.

Österreich: Das Bundesministerium für Inneres rät, einen Wasser- und einen Lebensmittelvorrat für alle Familienmitglieder anzulegen, der mindestens 10 bis 14 Tage reicht. Als Referenzwert nennt es 2,5 l Wasser pro Tag und Person. Das ist mehr als der Richtwert des BBK. Beim Bargeld verweist die Seite auf die Oesterreichische Nationalbank: ungefähr ein doppelter Wocheneinkauf, bis zu 100 Euro pro Haushaltsmitglied, in niedrigen Stückelungen. Mehr dazu im Ratgeber zur Blackout-Vorbereitung in Österreich.

Schweiz: Das Bundesamt für wirtschaftliche Landesversorgung empfiehlt einen Vorrat für rund eine Woche. Beim Wasser rät es zu mindestens 9 Litern pro Person. Der Notvorrat soll nach seinen Angaben keine längere Krise überstehen helfen, sondern einen vorübergehenden Engpass überbrücken. Nach unserer Lesart erklärt das, warum die Schweizer Empfehlung kürzer ausfällt als die deutsche und die österreichische. Alertswiss bietet außerdem einen Notfallplan zum Ausfüllen an. Das Formular ist eine ältere Datei, prüfe die Angaben darin. Es nennt neben den Nummern oben die 145 für das Toxikologische Institut bei Vergiftungen und die 1414 für die Rega.

Zusatznummern SchweizNummer
Vergiftungen (Toxikologisches Institut)145
Rega1414

Die Mappe auch offline halten

Papier braucht weder Strom noch Netz. Es kann aber verbrennen oder nass werden, und es kann verloren gehen. Das BBK empfiehlt deshalb einen feuerfesten oder wasserdichten Behälter und digitale Kopien. Bewahre eine Kopie der Mappe außerhalb der Wohnung auf, am besten bei der Person, die du oben als Kontakt eingetragen hast. Ein Foto der wichtigsten Seiten auf dem Handy ist eine gute zweite Kopie, aber das Handy braucht Strom. Das BBK führt dafür die Powerbank an, mit der sich Handy oder Laptop bei Stromausfall laden lassen.

Wir bauen an Waystone, einem geplanten Offline-Assistenten für Laptops, der aus offiziellen Ratgebern antworten und die Quellseite zeigen soll. Er ist in Entwicklung, es wird nichts verkauft, und er antwortet zunächst nur auf Englisch. Für diese Mappe brauchst du ihn nicht.